Anschlagpunkte für Absturzsicherung – Normen, Typen und zertifizierte Lösungen
Wer in großen Höhen arbeitet – ob an Strommasten, Windkraftanlagen oder Telekommunikationstürmen – ist auf zuverlässige Anschlagpunkte für Absturzsicherung angewiesen. Diese sicherheitskritischen Verbindungselemente bilden das Herzstück jedes persönlichen Schutzausrüstungs-Systems (PSA) gegen Absturz. Fehler bei Auswahl oder Installation können fatale Folgen haben. Dieser Leitfaden erklärt, welche Normen gelten, welche Typen es gibt und was professionelle Anschlagpunkte leisten müssen. Anschlagpunkte für Absturzsicherung müssen dabei höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen und regelmäßig geprüft werden.
Anschlagpunkte für Absturzsicherung – Funktion und Bedeutung
Ein Anschlagpunkt ist die bauliche oder temporäre Befestigungsstruktur, an der ein Verbindungsmittel – typischerweise ein Auffanggurt mit Falldämpfer oder Steigschutzläufer – befestigt wird. Im Sturzfall überträgt er die Auffangkraft in die Unterkonstruktion. Diese Kräfte können je nach Körpergewicht und Fallhöhe mehrere Kilonewton (kN) betragen. Ein nicht normkonformer oder schlecht montierter Anschlagpunkt kann bereits bei geringen Sturzkräften versagen – mit oft tödlichen Folgen.
Normen und gesetzliche Grundlagen
In Europa regelt die EN 795 die Anforderungen an Anschlageinrichtungen. Sie definiert fünf Geräteklassen (A bis E) je nach Befestigungsart und Anzahl der gleichzeitig gesicherten Personen:
- Klasse A: Strukturelle Anschlagpunkte an festen Konstruktionen (Wände, Böden, Decken)
- Klasse B: Temporäre mobile Anschlageinrichtungen
- Klasse C: Horizontale flexible Seilsysteme
- Klasse D: Horizontale starre Schienensysteme
- Klasse E: Deadweight-Anker für Flachdächer
Ergänzend gelten die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie die DGUV-Regeln 112-198 und 112-199. Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und geeignete Anschlageinrichtungen bereitzustellen und zu dokumentieren.
Anschlagpunkte für Absturzsicherung im Überblick
Je nach Einsatzbereich werden unterschiedliche Anschlagpunkt-Typen eingesetzt:
- Feste Anschlagösen: Dauerhaft an Masten oder Trägern montiert, hohe Traglast, wartungsarm
- Portable Anschlagpunkte: Schnell einsetzbar ohne Festinstallation, ideal für wechselnde Standorte
- Schienensysteme: Ermöglichen horizontale Bewegungsfreiheit, besonders geeignet für Leitern und Masten
- Seilsysteme: Flexibel für größere Distanzen, häufig auf Dächern oder zwischen Masten
HighStep Anchorpoint – Der portable Anschlagpunkt nach EN 795 Klasse B
HighStep Systems AG bietet mit dem HighStep Anchorpoint einen portablen Anschlagpunkt, der speziell für den Einsatz an runden und eckigen Masten entwickelt wurde. Das System ist nach EN 795 Klasse B zertifiziert und TÜV-geprüft.
- Einsatzbereich: Masten mit 76 bis 320 mm Durchmesser
- Statische Traglast: 6 kN – normgerecht nach EN 795
- Material: Hochfeste Aluminiumlegierung, korrosionsbeständig
- Montage: Werkzeuglos in unter einer Minute – kein Festeinbau nötig
- Gewicht: Unter 2 kg – optimal für den Feldeinsatz
- Kompatibel mit allen gängigen Verbindungsmitteln (Karabiner, Falldämpfer, Steigschutz)
Das System bewährt sich im täglichen Einsatz bei Energieversorgern wie 50Hertz, Swissgrid und TenneT sowie bei Servicetechnikern an Windkraftanlagen und Telekommunikationsmasten.
Anforderungen an die fachgerechte Montage
Auch ein normkonformer Anschlagpunkt schützt nur dann zuverlässig, wenn er korrekt montiert wird:
- Tragfähigkeit der Befestigungsstruktur vorab prüfen
- Anschlagpunkt immer oberhalb des Benutzers positionieren (Sturztiefe minimieren)
- Pendelsturz vermeiden: seitliches Pendeln durch die Anschlagpunktposition ausschließen
- Sichtprüfung vor jedem Einsatz, periodische Prüfung durch Sachkundige
- Lückenlose Dokumentation aller Prüfungen führen
Prüffristen und Dokumentationspflicht
Nach DGUV Vorschrift 1 und BetrSichV müssen Anschlagpunkte regelmäßig durch Sachkundige geprüft werden. Für ortsfeste Systeme gilt in der Regel eine Prüffrist von maximal 12 Monaten. Mobile Systeme wie der HighStep Anchorpoint sind vor jeder Benutzung einer Sichtprüfung zu unterziehen. Nach einem Sturzfall ist das System sofort außer Betrieb zu nehmen und zu prüfen. HighStep Systems stellt vollständige Konformitätsnachweise und Prüfdokumentationen bereit.
Integration in das HighStep Sicherheitssystem
Der HighStep Anchorpoint lässt sich nahtlos in das gesamte HighStep-Produktportfolio integrieren: kombiniert mit der HighStep Schiene (vertikales Steigschutzsystem nach EN 353-1), den HighStep Easy- und Protector-Steighilfen sowie dem HighStep Lift (akkubetriebener Servicelift für Lasten bis 200 kg an Masten) entsteht ein ganzheitliches Sicherheitskonzept für jede Art von Höhenarbeit. Alle Produkte sind nach ISO 9001 gefertigt und entsprechen den aktuellen europäischen Sicherheitsnormen.
Fazit – Sicherheit beginnt beim richtigen Anschlagpunkt
Anschlagpunkte für Absturzsicherung sind keine Standardware – sie sind sicherheitskritische Bauteile, die normgerecht ausgewählt, fachgerecht montiert und regelmäßig geprüft werden müssen. Mit dem HighStep Anchorpoint bietet HighStep Systems AG eine portable, TÜV-zertifizierte Lösung für Anschlagpunkte für Absturzsicherung, die höchste Anforderungen erfüllt und sich in der Praxis bewährt hat.
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